Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)

Kurzbeschreibung

Hier geht es darum, wo eine Untersuchung ihren Ausgangspunkt nimmt: Bei der abstrakten Theorie oder bei der konkreten Erfahrung. Wissenschaftliche Erkenntnis bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Theorie und Erfahrung bzw. allgemeinem Begriff und konkreter (Erfahrungs-) Anschauung (Kant) und versucht aufgrund von Erfahrungen möglichst allgemeine theoretische Erkenntnisse zu erlangen.

Funktionsweise und Leistung

Eine (wissenschaftliche) Erkenntnis ist um so nützlicher, je allgemeingültiger sie ist. Eine Erkenntnis über einen einzelnen Apfel bringt weniger als eine über sämtliche Äpfel. Wissenschaftliche Aussagen sollten daher möglichst allgemeine Gesetze darstellen. Diese allgemeinen Gesetze (Hypothesen, Theorien) abstrahieren von den Details, die die anschauliche Erfahrung eines einzelnen Falles (dieses Apfels) aufweist.

Die Rede von top-down und bottom-up basiert auf einer Metapher, die besagt, dass je abstrakter und allgemeiner eine Theorie oder eine Begriff sind, in desto luftigeren Höhen bewegen sie sich (schon die idealen Götter wurden bei den Sternen angesiedelt), und je konkreter und anschaulicher eine Erfahrung, desto näher am Boden (der Realität) befindet sie sich.

Nun ist es so, dass Erkenntnis nur durch das dialektische Zusammenspiel von Theorie und Erfahrung zustande kommen kann. Wissenschaftliche Erkenntnis beansprucht genereller Natur zu sein, d.h. auf der Seite der Theorie, sie beansprucht jedoch Erkenntnis über die Realität zu sein, die nur über Erfahrung zugänglich ist. Das wissenschaftliche Erkennen muss daher sowohl den Weg von  der Erfahrung zur Theorie (bottom-up) wie auch jenen von der Theorie (top-down) beschreiten. Tut es das nicht, läuft es Gefahr unproduktiv zu werden, da Theorien auf Erfahrungsinhalte ebenso angewiesen sind wie sinnliche Erfahrungen auf eine begriffliche Durchdringung. Mit den Worten Kants formuliert: „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“

Nun gibt es Verfahren, wie man sich erkenntnisfördernd zwischen den Ebenen nach oben oder nach unten bewegen kann. Dabei kommen die logischen Schlüsse der Deduktion, Abduktion und der Induktion zum Zuge. Die Deduktion erlaubt den top-down-Schluss von einem allgemeinen Gesetz auf einen Einzelfall (Prämisse 1: „Alle Menschen sind sterblich.“ Prämisse 2: „Sokrates ist ein Mensch.“ Konklusion: „Also ist Sokrates sterblich.“). Schwieriger sieht es bei der Frage aus, wie man von einer oder mehreren Erfahrungen auf ein allgemeines Gesetz (eine Hypothese/Theorie) gelangt. Hier gibt es unterschiedliche Ansichten. Lange Zeit glaubte man, dass man dafür bottom-up einen induktiven Schluss ziehen kann (Prämisse 1: „Diese Bohnen sind aus diesem Sack.“ Prämisse 2: „Diese Bohnen sind weiss.“ Konklusion: „Also sind alle Bohnen in diesem Sack weiss.“). Das Problem ist jedoch, dass es sich dabei nicht um einen logisch zwingenden Schluss handelt. Peirce vertrat daher die Auffassung, dass man zunächst einmal auf die Idee eines möglichen allgemeinen Gesetzes kommen muss und dass dafür so etwas wie ein kreatives Raten nötig ist. Der entsprechende Schluss heisst Abduktion (Prämisse 1 entspricht dem Gesetz: „Alle Bohnen in diesem Sack sind weiss.“ Prämisse 2: „Diese Bohnen sind weiss.“ Konklusion: „Also sind diese Bohnen aus diesem Sack.“)

Popper sieht die Möglichkeit logisch zwingende Schlüsse von der Erfahrung zur Theorie darin, dass man ein Gesetz deduktiv durch eine ihm widersprechende Erfahrung widerlegen kann (Prämisse 2: „Alle Bohnen in diesem Sack sind weiss.“ Prämisse 2 aus der Erfahrung: „Diese Bohne aus dem Sack ist lila.“ Konklusion: „Also sind nicht alle Bohnen in dem Sack weiss.“)

Vorgehen

Zunächst ist zu bestimmen, ob man „oben“ bei der Theorie oder „unten“ bei der Erfahrung beginnt. Das hängt davon ab, ob man schon eine konkrete Fragestellung und eine Hypothese hat oder erst ein allgemeines Erkenntnisinteresse. Sobald ich eine Fragestellung habe, befinde ich mich „oben“ im Bereich allgemeiner Theoriebildung. Wenn ich jedoch erst ein diffuses Erkenntnisinteresse oder ein noch nicht näher definiertes Problem habe, kann es sinnvoll sein, sich zunächst ein wenig mit konkreter Erfahrung, d.h. mit zur Thematik gehörigen Beispielen und Einzelfällen zu beschäftigen, um dadurch abduktiv auf Ideen oder sogar Hypothesen zu kommen.

In der Regel verläuft der Forschungsprozess im engeren Sinne dann top-down. D.h. ich überprüfe meine allgemeine Hypothese, indem ich konkrete Einzelfälle untersuche. Dabei kann es vorkommen, dass ich jedoch mehrfach zwischen Theorie und Erfahrung hin und her wechseln muss, beispielsweise um die angemessene Methode auszuwählen.

Konkretes Beispiel

Das hermeneutische Verstehen ist ein ständiges Hin und Her zwischen den beiden Bewegungen.

Die Platonische Dialektik ist ein Hin und Her des allmählichen Voranschreitens vom konkreten Einzelfall hin zur allgemeinen Idee.

Prominente TheoretikerInnen

  • Platon
  • Karl Popper
  • Charles Sanders Peirce
  • Immanuel Kant
  • David Hume

Probleme

Verknüpft mit

  • Wissenschaftliches Erkennen
  • Hermeneutisches Verstehen
  • Logisches Schliessen und Beweisen
  • Überprüfen

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Hypothesen aufstellen

Kurzbeschreibung

Eine Hypothese (hier synonym mit „These“) ist eine mögliche Antwort auf eine gegebene Fragestellung.

Funktionsweise und Leistung

Es handelt sich dabei eine Vermutung oder einer Behauptung, die auf eine Frage zu antworten versucht und die im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung begründet und überprüft werden soll.

Die gegebene Fragestellung schränkt das Spektrum an möglichen Thesen schon ein, unter Umständen so sehr, dass ohnehin nur einige wenige Antworten zur Auswahl stehen, im radikalen Fall zwei Optionen: Ja oder Nein. Die Frage nach der Existenz Gottes wäre ein Beispiel hierfür. In anderen Fällen lässt die Fragestellung auch einen Spielraum für neue und unerwartete Antworten. Beispielsweise wenn ich danach frage, worin der Sinn des Lebens bestehen mag.

Eine gute These weist einen gewissen Neuigkeitsgehalt auf und ist eher umstritten. Eine Hypothese im engeren Sinn behauptet einen sachlichen Zusammenhang zwischen zwei unterschiedlichen Sachverhalten (Z.B.: „Wer zum Frühstück Bier trinkt, ist bei ArbeitskollegInnen besonders beliebt.“)

Vorgehen

Wie findet man nun eine passende These bzw. wie wählt man eine aus? Das Finden einer Hypothese ist ein kreativer Akt, d.h. in gewisser Weise handelt es sich dabei um so etwas wie inspiriertes Raten. Dabei gilt es jedoch gewisse Anforderungen zu beachten.

Eine These muss den Anforderungen der Fragestellung genügen. Um eine These zu entwickeln, muss man sich an den Gegebenheiten der Fragestellung orientieren. Das heisst, sofern man die Fragestellung nicht selber kritisieren will, hat man die darin enthaltenen Prämissen, die sachlichen Zusammenhänge und begrifflichen Bedeutungen zu respektieren, ebenso die Anforderungen an eine zu leistende Antwort. Das bedeutet auch, dass man sich zunächst einmal den in der Fragestellung vorausgesetzten Kenntnisstand aneignen muss. Wenn ich z.B. die Frage entscheiden will, ob Elektronen Wellen oder Teilchen sind, muss ich wissen, was mit diesen Begriffen in der Physik gemeint ist.

Bei dieser Wahl ist man auf ein gründliches Vorwissen in der fraglichen Materie angewiesen, das einem erlaubt grössere systematische Zusammenhänge quasi intuitiv zu überschauen und einzuschätzen. (Einstein kam nicht zufälligerweise auf die Relativitätstheorie, er hatte fundiertes physikalisches Wissen. Eine Historikerin wäre nicht in der Lage gewesen, dieselbe These aufzustellen.) Es ist dasselbe implizite Vorwissen, das wir benötigen, um die Fragestellung überhaupt zu formulieren und zu verstehen. Anhand dieses „Vorbegriffs“ sind wir in der Lage, zumindest eine Einschätzung vorzunehmen, welche Thesen am plausibelsten sein können. Doch bei dieser Einschätzung handelt es sich nicht um das Resultat eines logischen Schlusses, sondern um etwas viel Ungewisseres, eine blosse Vermutung, wenig mehr als ein Raten (in der Wissenschaftstheorie trifft man auch den Begriff der Abduktion an). Hier können Ihnen die schon bekannten Inspirationstechniken behilflich sein.

Eine Hypothese muss jedoch nicht nur den Anforderungen der Fragestellung entsprechen, sondern sie muss – sofern es sich nich um metaphysische Fragen handelt – auch den Anforderungen an Überprüfbarkeit entsprechen. D.h. eine ernstzunehmende Hypothese sollte immer auch die Möglichkeit zulassen, dass man sie mit methodischen Mitteln widerlegt.

Konkretes Beispiel

Wissenschaftlichen Untersuchungen gehen immer von Hypothesen aus. Insofern als Thesen schlichtweg Vermutungen und in einem noch weiteren Sinne einfach Versuche sind eine Lösung für ein Problem zu finden, kann man jedoch auch so alltägliche Dinge wie ein gestalterischer Entwurf oder das Ausprobieren eines Gerichts in einem Restaurant als Hypothese lesen („Ich glaube, mir könnten diese asiatischen Nudeln schmecken.“)

Prominente TheoretikerInnen

  • Charles Sanders Peirce
  • Aristoteles

Probleme

 –

Verknüpft mit

  • Frage Stellen
  • Wissenschaftliches Erkennen

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Logisches Schliessen und Beweisen

Kurzbeschreibung

Beweise, die auf logischen Schlussfolgerungen beruhen, sind die stärksten Techniken der Wahrheitsfindung und kommen auch in der empirischen Forschung zur Anwendung. (Siehe auch den entsprechenden Artikel in der Wikipedia)

Funktionsweise und Leistung

Wenn Sie jemanden von einer Auffassung überzeugen wollen, müssen Sie versuchen, ihm oder ihr deren Wahrheit nachzuweisen. Die Wahrheit einer Aussage hängt davon ab, ob sie als gültig bewiesen wurde. Ein argumentativer Beweis versucht die zur Diskussion stehende Aussage ausgehend von für wahr und gewiss genommener Voraussetzungen (Prämissen) und einem gültigen Argument logisch zu begründen (s. Bsp. unten). Eine überzeugende und somit zwingende Argumentation begründet die Wahrheit der fraglichen These, indem sie mit logischer Notwendigkeit von der Wahrheit der Prämissen auf die Wahrheit der Konklusion schliesst, d.h. indem sie die Prämissen logisch mit der Konklusion verknüpft. Ein Beispiel für ein Argument:

Prämisse 1: (Immer) Wenn es sich bei einer geometrischen Form um ein Dreieck handelt, beträgt die Summe all ihrer Winkel 180 Grad.

Prämisse 2: Bei dieser geometrischen Form handelt es sich um ein Dreieck.

Konklusion (=zu beweisende These): Die Summe aller Winkel dieser geometrischen Form beträgt 180 Grad.

Das heisst, die logische Gültigkeit von Argumenten hängt alleine von ihrer logischen Form ab, also von den abstrakten logischen Beziehungen, die zwischen den Aussagen (und den Begriffen) bestehen (im obigen Beispiel ist diese logische Form eine Wenn-Dann-Implikation: „Immer wenn x der Fall ist, ist notwendig auch y der Fall.“). Darum muss man die Gesetze der Logik berücksichtigen, wenn man ein Argument aufstellen oder kritisieren will. Es handelt sich bei diesen Gesetzen um die formalen Beziehungsmuster zwischen Aussagen, die unabhängig von den tatsächlichen Inhalten gelten (Das wird bei der einfachsten logischen Beziehung – der Verneinung – sofort deutlich. Wenn die Aussage „Anton liebt Eva.“ wahr ist, dann muss die Aussage „Anton liebt Eva nicht.“ falsch sein. Und das ganz unabhängig davon, ob es Anton und Eva gibt und ob jemand von ihnen den oder die andere liebt. Ausschlaggebend ist alleine das logische Verhältnis zwischen den beiden sonst gleichlautenden Sätzen: die Verneinung.). Man kann daher die Gesetze des Denkens auch so ähnlich formalisieren wie mathematische Formeln. (Z.B. „p → q“ bedeutet „Wenn p der Fall bzw. wahr ist, dann ist auch q der Fall bzw. wahr.“) Diese Formalisierung kommt beispielsweise in der Computerprogrammierung zum Tragen. Will man das logische Skelett eines sprachlich ausgedrückten Argumentes eruieren, muss man sich auf kleine Wörter wie „wenn… dann“, „also“, „deswegen“, „nicht“, „da“, „alle“, „jeder“, „ein“ etc. konzentrieren.

Übung. Füllen Sie die Lücken in den beiden folgenden Argumenten:

1.)

  1. Prämisse 1: Alle Schwäne sind weiss. (Genauer: Wenn ein Vogel ein Schwan ist, ist er weiss.)
  2. Prämisse 2: Dieser Vogel ist orange.
  3. Konklusion: Also …

2.)       

  1. Prämisse 1: Sonntags sind die Läden geschlossen (Genauer: Wenn es Sonntag ist, sind die Läden geschlossen.)
  2. Prämisse 2: Die Läden sind offen.
  3. Konklusion: Also …

Ein gutes Argument muss somit bei der Verknüpfung der verschiedenen Aussagen darauf achten, welche logischen Beziehungen dabei angewendet werden und welche Folgerungen aus diesen resultieren. Die logischen Grundgesetze sowie einige logische Beziehungen zwischen Aussagen finden sich im Anhang aufgeführt.

Selbst wenn ein Argument logisch gültig ist, kann die These falsch sein. Denn es besteht immer noch die Möglichkeit, dass die zugrundeliegenden Prämissen falsch oder untereinander unverträglich sind. Dann muss man sich daran machen, die Prämissen selber wieder zu begründen. Das lässt sich jedoch immer weiter fortsetzen und führt letztlich zu einem Problem, das in der Philosophie als Letztbegründungsproblem bekannt ist. Gibt es irgendeinen Punkt, wo ich die Prämissen nicht weiter begründen muss, wo meine Prämissen in sich evident sind? Das ist höchst umstritten und daher neigt man dazu, innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft für eine bestimmte Fragestellung jeweils einfach gewisse Prämissen als nicht zu hinterfragende Axiome anzusetzen.

Ein gutes Argument muss also sicherstellen, dass die Prämissen von allen GesprächsteilnehmerInnen als wahr angenommen werden können. Darum müssen alle darin vorkommenden Begriffe klar verständlich sein oder sonst explizit definiert werden. Des Weiteren muss das Argument bei der Verknüpfung der verschiedenen Aussagen darauf achten, um welche logischen Beziehungen es dabei geht und welche Folgerungen aus diesen resultieren. Die logische Beziehung, die in jedem Argument steckt liegt, ist die Wenn-Dann-Beziehung: Wenn die Prämissen wahr sind, dann muss auch die Konklusion wahr sein.

Vorgehen

Um eine These logisch zwingen zu beweisen, muss ich sie als die Konklusion aus einem logischen Schluss herleiten. D.h. ich muss zwei Prämissen suchen, aus denen ich meine These logisch herleiten kann.

Angenommen ich möchte die Existenz Gottes beweisen. Dann konstruiere ich folgendes Argument:

  1. Prämisse 1: Wenn die Welt eine wohlgeordnete und zweckmässig eingerichtete ist, dann muss sie von einem göttlichen Wesen erschaffen worden sein.
  2. Prämisse 2: Die Welt ist wohlgeordnet und zweckmässig eingerichtet.
  3. Konklusion: Also folgt daraus, dass Gott existiert.

Konkretes Beispiel

  • s.o.

Prominente TheoretikerInnen

  • Aristoteles u.v.m.

Probleme

Verknüpft mit

  • Überprüfen (Verifizieren/Falisfizieren)

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Frage formulieren

Kurzbeschreibung

Indem man eine Frage formuliert, gibt man die Richtung eines Erkenntnisprozesses vor, lässt dessen Ergebnis jedoch noch offen.

Funktionsweise und Leistung

Die präzise Formulierung und Analyse der zu thematisierenden Fragestellung ist aus verschiedenen Gründen entscheidend. Der Hauptgrund liegt darin, dass die Fragestellung einerseits die Grenzen – quasi das Spielfeld – der auf sie folgenden Auseinandersetzung absteckt und dass sie andererseits die Richtung vorgibt, in die diese Auseinandersetzung zielen sollte. Die Frage verortet und verankert die auf sie folgende Diskussion im Kontext des übergeordneten und schon bestehenden Diskurses zu einem Themengebiet.

Indem ich eine Fragestellung formuliere, treffe ich eine Reihe von Vorentscheidungen und -annahmen, die den Verlauf der Erörterung bestimmen. Daher setzt eine Frage immer schon Vorkenntnisse voraus. Diese Vorentscheidungen sind meistens impliziter Natur. Es kann sich dabei um bestimmte Prämissen oder auch um spezifische Bedeutungen eines Begriffes handeln. Wenn man also nicht sorgfältig genug vorgeht, läuft man Gefahr, ein Forschungsprojekt schon allein aufgrund seiner verfehlten oder ungenauen Fragestellung zum Scheitern zu verurteilen.

Das Fragen kann jedoch auch andere Absichten haben, die nicht unbedingt den Ausgangspunkt eines wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses darstellen, sondern eher Teil eines kritischen Überprüfungsprozesses sind. Dies ist dann der Fall, wenn implizite Prämissen und dogmatische Vorannahmen systematisch hinterfragt werden. Damit führt das Fragen im Idealfall zu einer Aufklärung.

Vorgehen

In einem ersten Schritt kann man das persönliche Erkenntnisinteresse in eine Frage umformulieren. Dazu muss ich mich schon eingängig mit der mich interessierenden Materie auseinander gesetzt haben. Ich kann keine Fragestellung formulieren, wenn ich weder mit dem sachbezogenen Diskurs noch mit den gängigen Problemstellungen vertraut bin.

Dann sollte man die Qualität der Frage überprüfen und verbessern:

  1. Habe ich die richtigen, treffenden Begriffe gewählt, die das von mir Gemeinte bezeichnen? Wenn ja, sind sie genügend eindeutig oder muss ich sie noch definieren?
  2. Ist die Frage genau genug formuliert? Sind Missverständnisse möglich, die durch eine präzisere Formulierung vermieden werden könnten?
  3. Welche unausgesprochenen Prämissen liegen der Formulierung zugrunde, die man angreifen könnte? Soll ich diese impliziten Prämissen explizit machen?
  4. Welche Antworten erlaubt diese Frage (welche nicht) bzw. welche legt sie nahe? Handelt es sich dabei um Antworten, die sich auf mein Erkenntnisinteresse beziehen? Oder sind darunter auch Antworten, die für mein Erkenntnisinteresse unwichtig und wenig hilfreich sind? Lassen sich diese Antworten überhaupt methodisch überprüfen? Wenn ja, wie?

Das Überprüfen einer Frage führt häufig dahin, dass die Beantwortung dieser Frage es erforderlich macht, zunächst eine Reihe von vorgeordneten Unterfragen zu beantworten, die in den Prämissen oder Begriffen der Hauptfrage stecken.(Z.B. muss ich, wenn ich die Frage „Wieviel staatliche Unterstützung erhält eine alleinerziehende Mutter?“ beantworten will, zunächst die Unterfragen klären, von welchem Land ich spreche, von welcher Zeit und was ich alles unter „staatlicher Unterstützung“ einordne.) Es empfiehlt sich, diese Unterfragen ebenfalls festzuhalten und die logischen Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den Fragen deutlich auszuformulieren.

Um die Qualität der Frage zu prüfen empfiehlt es sich, sie jemand anderem zu geben und die Person zu fragen, wie sie die Frage versteht.

Konkretes Beispiel

  • Eine Lehrerin möchte von ihre SchülerInnen ein bestimmtes Wissen abfragen und zugleich prüfen, ob die SchülerInnen das Wissen auch dahingehend verstanden haben, dass sie es auf konkrete Fälle anwenden können. Damit die SchülerInnen die Aufgabe nicht missverstehen und damit die Lehrerin die Ergebnisse leicht kontrollieren kann, muss die Fragestellung sehr präzise und eindeutig formuliert werden (Also nicht: „Was hat der Sturm und Drang mit dem Rechtspopulismus zu tun?“, sondern: „Welches begriffliche Gegensatzpaar teilt die Epoche des Sturm und Drang mit gegenwärtigen rechtspopulistischen Diskursstrategien.“)

Prominente TheoretikerInnen

  • Sokrates
  • Martin Heidegger

Probleme

Indem die Frage formuliert wird, werden diese Prämissen und Bedeutungen vorausgesetzt, obschon sie selber problematisch sein und bestritten werden können. In dieser vorwegbestimmenden Definitionskraft von Fragen liegt ein beträchtliches Potenzial der Machtausübung. Daher trifft man in polemischen, z.B. politischen Auseinandersetzungen häufig solche impliziten Voraussetzungen an, die man eigentlich gar nicht teilt.

Ein Beispiel: Angenommen ich werde in einem Interview mit der Frage konfrontiert „Schlagen Sie Ihre Frau immer noch?“

Was kann ich auf diese Frage antworten? Auf den ersten Blick scheinen einem nur die Optionen Ja oder Nein offen zu stehen. Doch was würde ich damit implizit schon anerkennen? Eine erste Voraussetzung dieser Frage besteht darin, dass ich eine Frau habe. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Existenzpräsupposition („Es gibt…“). Es ist jedoch möglich, dass ich gar keine Frau habe. Nehmen wir nun an, ich bin tatsächlich verheiratet und ich schlage meine Frau nicht. Ich werde also gewiss nicht mit ja antworten. Nun könnte ich deshalb versucht sein, auf die Frage mit nein zu antworten. Dann wäre ich jedoch in die Falle der zweiten Existenzpräsupposition getreten. Denn wenn ich mit Nein antworte, bestätige ich Korrektheit der Frage und damit die Voraussetzung, dass ich meine Frau früher einmal geschlagen habe (obschon das nie der Fall war). Die Frage hat mich quasi dazu gezwungen, eine implizite Voraussetzung zu bejahen, die ich eigentlich verneinen würde. Der einzige Ausweg aus dieser Situation besteht darin, die Frage selber in Frage zu stellen („Diese Frage ist falsch gestellt.“).

Verknüpft mit

  • Implizites explizit machen
  • Dogmen hinterfragen
  • Definieren

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

 

 

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Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens

Kurzbeschreibung

Der (wissenschaftliche) Erkenntnisprozess stellt die elementare Struktur einer mehrstufigen rationalen Problemlösung dar. Die Hauptschritte sind die Formulierung einer Frage, das Aufsuchen einer darauf antwortenden Hypothese und das methodische Überprüfen der Hypothese.

Funktionsweise und Leistung

Der Erkenntnisprozess setzt sich aus mehreren Einzelschritten zusammen, die in der richtigen Abfolge ausgeführt, von einer Problem- oder Fragestellung zu einer neuen Erkenntnis führen können. Der Prozess dient der rationalen Lösung eines Problems oder Beantwortung einer Fragestellung. Dabei kommen sowohl rationale Argumentation als auch empirische Beobachtung zum Zug.

Vorgehen

Der Prozess gliedert sich in die folgenden Schritte (die jeweils einzeln als Techniken beschrieben werden):

  1. Ein Problem feststellen, analysieren und ein daraus hervorgehendes Erkenntnisinteresse festhalten.
  2. eine Fragestellung formulieren (ausgehend vom Erkenntnisinteresse).
  3. Hypothese(n) bilden (potentielle Antwort auf die Fragestellung):
    1. Unterschiedliche Vermutungen anstellen, die in Frage kommen.
    2. Überprüfung auf logische Stimmigkeit (Kohärenz zur Frage und innere Konsistenz).
    3. Plausibilisierung der Hypothese, indem man sie argumentativ zu begründen versucht.
  4. methodisches empirisches Überprüfen der Hypothese:
    1. Auswählen der Methode: Die Methode muss in der Lage sein, ein Ergebnis zu produzieren, das der Überprüfung überhaupt dient. Dazu muss sie dem Gegenstandsbereich angemessen sein. (Wenn ich die Ursachen dafür erkennen will, warum es an einer Kreuzung immer wieder zu Unfällen kommt, bringt es wahrscheinlich nichts, wenn ich die Anzahl Autos von deutschen Herstellern mit jener japanischer Hersteller zu vergleichen beginne.) Ein Verfahren, das nicht zur Widerlegung der These führen kann, ist untauglich (ausser bei normativen und metaphysischen Fragen)
    2. Konstruktion einer (experimentellen) Überprüfungssituation, die methodisch saubere Beobachtungsdaten liefern kann.
    3. Empirische Überprüfung anhand von (experimentellen) Beobachtungsdaten.
      1. Suche nach bestätigenden Belegen (Verifikation). Bestätigende Belege können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Hypothese wahr ist, sie können die Hypothese jedoch nicht endgültig beweisen.
      2. Suche nach widerlegenden Belegen (Falsifikation). Da eine Hypothese Allgemeingültigkeit beansprucht, kann sie mit einem einzigen Gegenbeispiel endgültig widerlegt werden. EinE redlicheR ForscherIn wird daher zumindest immer auch versuchen, eine Überprüfungssituation zu konstruieren, um die eigene Theorie zu widerlegen.
    4. Auswertung der Ergebnisse: Schlussfolgerungen aus den beobachteten Ergebnissen hinsichtlich der Geltung der Hypothese.
  5. allfällige Revision der Hypothese und erneutes Durchspielen des Überprüfungsvorgangs.

Der Prozess ist in seiner Struktur so elementar, dass wir ihn täglich unbewusst anwenden. Will man ihn jedoch systematisch anwenden, ist er gewöhnungsbedürftig. Das hat damit zu tun, dass die meisten Menschen sich zu wenig bewusst sind, wie wichtig die ersten Schritte und bis zu den methodischen Vorabklärungen sind. Ein Erkenntnisprozess kann schon alleine aufgrund einer falsch gestellten Frage, einer nicht stimmigen Hypothese oder einer nicht passenden Methode scheitern. Daher erfordert eine systematische Untersuchung eine hohe rationale und methodische Strenge.

Man beachte: Bestätigende Belege können allenfalls die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Hypothese wahr ist, sie können sie jedoch niemals endgültig bestätigen, da uns neue Erfahrungen eines Besseren belehren können. Umgekehrt genügt eine einzige Beobachtung, die der Hypothese widerspricht, und die Hypothese muss als widerlegt betrachtet werden („Falsifikationismus“). Eine Hypothese, die sich über längere Zeit gehalten hat und noch nicht widerlegt wurde, hat sich „bewährt“.

Konkretes Beispiel

  1. Frage: Sind die Spaghetti schon gar?
  2. Hypothese: Ich glaube, dass sie schon gar sind.
  3. Überprüfung: Ich weiss, dass Spaghetti, die gar sind, an den Küchenkacheln kleben bleiben. Ich kann also prüfen, ob sie schon gar sind, indem ich sie an die Küchenkacheln werfe (Methode). Ich habe alle Spaghetti gleichzeitig ins Wasser getan. Die eine Spaghetti, die ich aus dem Wasser genommen und an die Küchenkachel geworfen habe, bleibt dort kleben. Also sind die Spaghetti höchstwahrscheinlich gar.
  4. Die Hypothese hat sich bewährt.

Das Beispiel illustriert schön, dass der Überprüfungsprozess immer logische Schlussfolgerungen beinhaltet. Die obige Konklusion ist jedoch nicht logisch zwingend. Es könnte andere Gründe für das Klebenbleiben geben und die anderen Spaghetti könnten auch schon verkocht oder noch nicht gar sein.

Prominente TheoretikerInnen

  • Karl Popper

Probleme

Ist in seiner Ausführlichkeit mehr als eine Technik, sondern das wissenschaftliche Verfahren in als solches. Daher sehr aufwändig, will man es sorgfältig sachgerecht ausführen. Birgt eine Reihe von möglichen Fehlern.

Verknüpft mit

  • Eine Frage stellen
  • Eine Hypothese bilden
  • Eine Methode auswählen
  • Überprüfen einer Hypothese

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Objektivieren

Kurzbeschreibung

Objektivieren bedeutet, in einer Darstellung eine „nichtsubjektive Perspektive“ einzunehmen.

Funktionsweise und Leistung

Das wissenschaftliche Ideal „wahrer“ und allgemeingültiger Erkenntnis sieht vor, die Dinge so, wie sie tatsächlich sind, d.h. sachlich und unbeeinträchtigt von subjektiven Verzerrungen (durch Interessen, Wahrnehmungsdefizite etc.) zu erkennen. Dazu bedarf es eines objektiven Blicks „von nirgendwo“ auf das zu erkennende Ganze als solches. Da Menschen dazu nicht in der Lage sind, können sie sich nur um eine Annäherung an dieses Ideal bemühen. Für diese Annäherung gibt es Techniken der Intersubjektivierung, bei der man von subjektiven Erkenntnisanteilen zu abstrahieren versucht. Ausserdem gibt es eine lange Tradition, die den Standpunkt vertritt, das wir sogar Zugang zur echten Objektivität haben, da wir über Vernunft verfügen. Die AnhängerInnen dieser Auffassung betrachten die Verfahren und Gesetze der Vernunft (Logik und Mathematik) als objektiv.

Eine sachliche und objektive Erkenntnis hat pragmatische Vorteile: Erstens kann damit eine intersubjektive Verständigung (Konsens) erreicht werden und zweitens wird aufgrund prognostischer Genauigkeit eine erfolgreiche Interaktion mit der Welt möglich.

Vorgehen

Um Intersubjektivität zu Erlangen kann man verschiedene subjektive Perspektiven einnehmen und diese anschliessend miteinander vergleichen. Durch den Vergleich wird man Abweichungen feststellen können. Dort, wo man keine Abweichungen feststellt, kann man intersubjektive Gemeinsamkeiten beobachten, die Annäherungen an die allgemeingültige Objektivität nahelegen. Allenfalls kann man auch verschiedene Perspektiven miteinander zu vermitteln versuchen, indem man Zwischenpositionen einnimmt. Damit die Intersubjektivität möglichst hoch ausfällt, empfiehlt es sich möglichst unterschiedliche und vielzählige subjektive Perspektiven zu berücksichtigen.

Zielt man auf objektive Erkenntnis ab, kann man rationale Methoden anzuwenden: mathematisches und logisches Schliessen und Beweisen. Dabei geht man davon aus, dass die logischen Gesetze allgemeine Gültigkeit beanspruchen und sich kein erkenntnisfähiges Subjekt ihrer Geltung entziehen kann. Erbringt man also einen mathematischen oder logischen Beweis, geht man davon aus, dass dieser alle erkenntnisfähigen Subjekte zur selben objektiven Erkenntnis zwingt. Daher rührt der Anspruch der Begründbarkeit und Nachvollziehbarkeit in den modernen Wissenschaften: Wer mit einer neuen Theorie reussieren will, muss zeigen, warum deren objektive Wahrheit für alle gilt bzw. von allen nachvollzogen werden kann.

Davon ausgehend kann man auch Methoden und Instrumente entwickeln, mit denen verschiedene Subjekte einen Gegenstand untersuchen und dabei zu denselben Ergebnissen kommen können, indem ihre Subjektivität aus dem Untersuchungsprozess eliminiert wird (vgl. Beispiel unten). Formale und quantitative Methoden lassen sich beispielsweise sehr gut mathematisch verarbeiten.

Eine schwache Form von intersubjektiver Nachvollziehbarkeit besteht darin, einen (Erkenntnis-) Prozess schlichtweg zu dokumentieren.

Konkretes Beispiel

  • In der Wissenschaft versucht man mit quantitativen Messinstrumenten und Methoden Objektivität zu erzielen, die ihre Ergebnisse unabhängig von dem Subjekt produzieren, das sie bedient.
  • In einem politischen Entscheidungsprozess versucht man grundsätzlich seine persönliche Meinung nicht bloss als solche zu äussern, sondern auch sie mit nachvollziehbaren Argumenten zu begründen.

Prominente TheoretikerInnen

  • Thomas Nagel

Probleme

Es handelt sich hier um Konzepte, die philosophisch teilweise unterschiedliche Bedeutungen tragen und nach wie vor umstritten sind.

Verknüpft mit

  • Logik
  • Begründen
  • Standort und Perspektive wechseln

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Gestalt finden

Kurzbeschreibung

Eine Gestalt ist ein sinnhafter ganzheitlicher Zusammenhang, der mehr ist als die Summe seiner Einzelteile (siehe Emergenz).

Funktionsweise und Leistung

Eine „Gestalt“ ist ein ganzheitlicher Zusammenhang, der sich vor einem unstrukturierten Hintergrund aus einer Vielzahl von Elementen (z.B. einem akustischen Rauschen) als geordnete und sinnhalfte Einheit (z.B. als Melodie) abzeichnet (vgl. Grafik unten). Indem eine Gestalt den Zusammenhang der zuvor unverbundenen einzelnen Elemente erschliesst, bildet sie auch eine Ordnung. Wie beim Erfinden schillert die gefundene Gestalt zwischen subjektiver Projektion und objektivem Gegebensein. Der Sinngehalt einer Gestalt ist höher als die Summe der aus ihr zusammengesetzten Einzelteile. Es handelt sich dabei um ein Emergenzphänomen, da die Gestalt nicht auf ihre Einzelteile zurückgeführt werden kann. Das Finden einer Gestalt kommt dem Verstehen eines Sachverhalts gleich, die es setzt einen Mehrwert an Erkenntnis frei.

Vorgehen

Das Finden einer Gestalt ist ein schöpferischer Akt und kann daher nur schlecht operationalisiert werden. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass beispielsweise das Einnehmen von Distanz oder das Verändern der Perspektive dabei behilflich sein kann, eine Gestalt wahrzunehmen. Wichtig scheint dabei zu sein, dass man das Ganze in den (Über-) Blick zu bekommen versucht. Daher kann auch das grafische Visualisieren weiter helfen.

Wie bei allen kreativen Techniken empfiehlt es sich mehrere Versuche anzustellen, seien dies nun Interpretationshypothesen oder Designentwürfe.

Konkretes Beispiel

  • eine Melodie
  • die Konturen einer geometrischen Figur

Gestaltpsychologie: Hund

Prominente TheoretikerInnen

  • Aristoteles
  • von Ehrenfels

Probleme

Schwierig zu operationalisieren, da in ihrer Kreativität relativ unberechenbar.

Verknüpft mit

  • Verstehen (hermeneutisches)
  • Holismus
  • Ordnung herstellen
  • Metapher bilden
  • Hypothesen aufstellen

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Hermeneutisches Verstehen

Kurzbeschreibung in einem Satz

Hermeneutisches Verstehen meint den Prozess der systematischen Interpretation („Auslegung“) eines bedeutungshaltigen Gegenstandes, meist eines Zeichens im weitesten Sinn.

Funktionsweise und Leistung

Das hermeneutische Verstehen ist ein Prozess, der sich am Modell des wissenschaftlichen Erkennens orientiert, diesen jedoch auf einen Gegenstand anwendet, der Zeichencharakter und somit eine Bedeutung hat, die zu interpretieren ist. Der Vorgang besteht darin, den wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses mehrfach durchzuführen, wobei jeweils abwechslungsweise eine Hypothese über den Sinn des Ganzen und dann eine Hypothese über den Sinn von Teilen des zu interpretierenden Gegenstandes vorgenommen wird (> hermeneutische Spirale). Durch die fortschreitende gegenseitige Validierung oder Falisifikation von Hypothesen gelangt man allmählich zu einem fundierten Verständnis des Gegenstandes.

Vorgehen

Zunächst ist der zu interpretierende Gegenstand festzulegen. Dabei handelt es sich in der Regel, jedoch nicht zwingend um einen zeichenhaften Gegenstand, wie z.B. ein Text oder ein Kunstwerk. In einem ersten Schritt stellt man aufgrund des vorhandenen Vorwissens eine Ausgangshypothese über den Sinn des ganzen Gegenstands auf. Davon ausgehend macht man sich an die Überprüfung der Ausgangshypothese, indem man Teilaspekte des Gegenstandes näher untersucht (d.h. z.B. einen Text zu lesen beginnt). Dabei wird man gezwungen sein, in weiteren Schritten Hypothesen über den Sinn dieser Teilaspekte (z.B. einen Satz) aufzustellen. Diese Hypothesen können durch weitere Hypothesen über noch feinere Teilaspekte (z.B. Wörter) überprüft werden, jedoch auch indem man sie wiederum mit der Hypothese über den Sinn des Ganzen konfrontiert. Trifft man auf Widersprüche, wird man eine der Hypothesen aufgeben und verändern müssen, um einen möglichst konsistente und gut mit Teilhypothesen belegte Theorie über den Gesamtsinn zu entwickeln.

Die Grundstruktur ist also eine top-down-Bewegung vom Ganzen zu den Teilen und wieder zurück bottom-up von den Teilen zum Ganzen; daher die Rede vom „hermeneutischen Zirkel“, der genau genommen eine Spirale ist, da der Sinngehalt in diesem Prozess ständig weiterentwickelt wird. Die Spiralbewegung pendelt nicht nur zwischen Ganzem und Teilen hin und her, sondern auch zwischen Theorie (Gesamtsinn) und Empirie (Teilsinn).

Die Technik geht von der holistischen Annahme aus, dass das (Sinn-)Ganze mehr als ist als die Summe seiner Teile.

Konkretes Beispiel

Ein klassisches Beispiel ist die Interpretation eines Gedichtes. Es gibt jedoch auch im Kommunikationsalltag häufig Situationen, die aufgrund ihrer Vieldeutigkeit oder Unverständlichkeit einer vertieften Interpretationsanstrengung bedürfen. Man kann den Prozess des hermeneutischen Verstehens jedoch auch auf das eigene Leben oder die Welt insgesamt anwenden (> „Sinn des Lebens“).

Prominente TheoretikerInnen

  • Wilhelm Dilthey
  • Hans-Georg Gadamer

Probleme

Aufgrund der Komplexität des Prozesses findet meistens nur ein Bruchteil explizit bewusst statt.

Verknüpft mit

  • wissenschaftliches Erkennen
  • Gestalt finden

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Metapher bilden

Kurzbeschreibung

Metaphern sind eine rhetorische Strategie der bildhaften Veranschaulichung eines meist abstrakten oder noch neuen Zusammenhangs. In einem alltäglicheren Sinn ist damit die Übertragung eines Begriffs in einen anderen Gegenstandsbereich gemeint.

Funktionsweise und Leistung

Indem man für einen komplexen und abstrakten oder einen neuen Sachverhalt ein anschauliches Bild aus der physischen Sinneswelt (oder einen geläufigen Begriff) beizieht, wird der abstrakte oder noch neue Zusammenhang leichter verständlich und damit auch leichter kommunizierbar. Eine gut gewählte Metapher schafft es, bisher verborgene Aspekte sichtbar zu machen. Die Metapher beruht auf einem Analogieschluss, d.h. auf einem Ähnlichkeitsverhältnis zwischen dem zu veranschaulichenden Sachverhalt und dem anschaulichen Bild/Begriff. Daher kann sie auch als Vergleich daher kommen („Ein x ist wie ein y.“).

Vorgehen

Die Metaphernbildung lässt sich schwierig operationalisieren, da die Findung der Metapher ein kreativer Akt ist. Die Herausforderung besteht darin, zwischen zwei völlig „fremden“ Gegenstandsbereichen ein ähnliches Muster zu entdecken.

Zunächst sollte der abstrakte oder neue Sachverhalt in seinen wesentlichen Aspekten explizit gemacht und festgehalten werden. In einem nächsten Schritt könnte eine grafische Visualisierung den Übergang zum Bildhaften erleichtern. Man beachte jedoch, dass eine Visualisierung gerade keine Metapher ist. Sie kann alleine dazu dienen den sachlich-logischen Zusammenhang eines Sachverhalts übersichtlicher zu machen.

Konkretes Beispiel

  1. das Stuhlbein
  2. die Maus zur Computerbedienung
  3. ein gebrochenes Herz
  4. Sehen für Erkennen
  5. Baumetaphorik für die Konstruktion von wissenschaftlichen Theorien (Fundament, basieren auf, begründen etc.)

Prominente TheoretikerInnen

Probleme

Metaphern können schief sein. D.h. die Analogie ist entweder zu schwach oder es werden Ähnlichkeiten postuliert, die falsche Rückschlüsse über den zu illustrierenden abstrakten Sachverhalt suggerieren.

Verknüpft mit

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Freies Assoziieren (Brainstorming)

Kurzbeschreibung

Das freie Assoziieren ist eine Ideenfindungstechnik, die darauf basiert, ein thematisches Feld durch freie und unsystematische Gedankenverknüpfung zu erschliessen.

Funktionsweise und Leistung

Die freie Gedankenassoziation versucht von logischen oder sachlichen Ordnungsprinzipien zu abstrahieren und stattdessen auf spontane Einfälle zu lauschen. Wenn die Zwänge der Ordnungsprinzipien wegfallen, können andere Zusammenhänge zum Vorschein kommen. Diese beruhen auf psychischen Kontiguitätsbeziehungen, d.h. die verschiedenen Gedanken sind psychisch irgendwie miteinander verbunden. Indem von bewussten Ordnungsprinzipien abgesehen wird, können sich auch unbewusste gedankliche Verbindungen bemerkbar machen.

Die freie Gedankenassoziation dient der Ideenfindung und gedanklichen Orientierung.

Vorgehen

Eine etablierte Vorgehensweise ist jene des Brain Storming. Man nimmt ein leeres Blatt Papier und setzt einen zentralen Begriff (evtl. als Problem) in die Mitte. Dann beginnt man weitere Begriffe (evtl. als Lösung), die einem spontan dazu einfallen, ebenfalls auf dem Blatt festzuhalten. Hier bieten sich schon unterschiedliche Möglichkeiten an, die auch erste Ordnungsansätze darstellen. Üblicherweise verteilt man die Begriffe im zweidimensionalen Raum des Blattes und achtet dabei allenfalls auf sachliche Nähe. Man könnte jedoch auch eine Liste erstellen. Auf jeden Fall nimmt man damit schon eine erste ordnende Entscheidung vor.

Wichtig: Es geht darum, möglichst unkritisch und schnell möglichst viele Begriffe zusammen zu tragen (und nicht darum, möglichst tolle Ideen zu haben).

In einem zweiten Schritt kann man versuchen etwas Ordnung herzustellen, indem man Verbindungen zwischen den Begriffen einzeichnet. Dabei kann man auch unterschiedliche Verbindungstypen verwenden (z.B. Ursache-Wirkung, Über-/Unterordnung, etc.).

Konkretes Beispiel

Prominente TheoretikerInnen

  • Alex F. Osborn (Autor verschiedener Kreativitätstechniken)

Probleme

  • Ist eine sehr rudimentäre Technik, die nur am Anfang eines längeren Prozesses stehen kann, bei dem die gewonnenen Ergebnisse weiter verarbeitet werden.

Verknüpft mit

  • Mind Map

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
  21. Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
    1. Informationen Recherchieren
    2. Frage Formulieren
    3. Hypothesen Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falsifizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  22. Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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