Recherchieren

Kurzbeschreibung

Recherchieren ist eine Form der Erkenntnisgewinnung, die in der Aneignung schon erarbeiteten Wissens besteht.

Funktionsweise und Leistung

Statt dass man eine Fragestellung selber untersucht, sucht man nach schon vorhandenen Forschungsergebnissen zu einem Thema oder einer Frage. In der Regel kann man sich damit einen Haufen Arbeit ersparen. Sofern man sich am Anfang eines Projekts oder Vorhabens befindet, kann einem die Recherche auch dabei behilflich sein, sich über den Stand der Forschung zu informieren.

Vorgehen

Seit es Google gibt, ist Recherchieren etwas Alltägliches geworden. Seither empfiehlt sich die Webrecherche mit Google auch als erster Schritt. Welche Tricks und Techniken sich hierbei als hilfreich erweisen, haben andere Websiten ausführlich festgehalten (Suchbegriffe: „Google Suche Fortgeschritten“).

Hat man erste Ergebnisse gefunden, ist man im Web dazu gezwungen die Qualität dieser Informationen zu überprüfen. Dies kann man tun, indem man den Kontext bzw. die Autorschaft der Webseite berücksichtigt. Informationen, die sich auf der Seite einer Uni finden sind zuverlässiger als solche, die in einem Forum wie Gute Frage ausgetauscht werden. Des weiteren kann man versuchen eine gefundene Information mittels weiterer Quellen zu verifizieren (oder aber auch durch andere Quellen zu falisifizieren). Wikipedia-Artikeln erweisen sich als relativ zuverlässig, sofern mit dem Thema keine ökonomischen, politischen oder anderweitigen Interessen verbunden sind. Für viele Themen gibt es im Übrigen spezialisierte Webseiten, die die relevanten Informationen bei sich versammeln.

Je nach Ausführlichkeit des angestrebten Wissens ist der Rekurs auf Fachwissen nötig. Dieses findet man in Zeitschriften und Monografien (Büchern). Wenn es sich um ein Thema handelt, indem das Wissen schnell veraltet, empfiehlt es sich sich in Zeitschriften über den aktuellen Kenntnisstand zu informieren und allenfalls davon ausgehend in im Literaturverzeichnis nach früheren massgebliche Texten zu recherchieren. Mittlerweile sind viele Zeitschriften auch online, jedoch sind die meisten nach wie vor nur beschränkt zugänglich. D.h. man benötigt ein Abonnement oder man muss sich an einen Rechner begeben, der den gewünschten Zugang hat (z.B. in öffentlichen Bibliotheken).

Geht es um ältere Information, die in einem Buch veröffentlicht wurde, kommt man nicht darum den Gang in die Bibliothek anzutreten. Was die Zuverlässigkeit von Informationen angeht, sind gedruckte Texte nach wie vor höher einzuschätzen. Was nicht heisst, dass man nicht auch Drucksachen auf ihren Ursprung hin befragen sollte.

Eine produktive Recherche beinhaltet immer auch eine Dokumentation der Zwischenergebnisse und das Notieren von Überlegungen, die den Prozess begleiten.

 

Konkretes Beispiel

Ich möchte wissen, welches die wichtigsten AutorInnen des Deutschen Idealismus sind. Eine simple Google-Suche führt mich zu verschiedenen Webseiten, unter anderen zur Wikipedia. Alle diese Seiten führen dieselben vier Autoren an, d.h. diese Information scheint brauchbar zu sein.

Prominente TheoretikerInnen

Probleme

Vor allem die Recherche im Internet birgt das Risiko von unzuverlässigen Informationen und Quellen.

Verknüpft mit

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Wissenschaftliches Erkennen
    1. Recherchieren
    2. Frage Stellen
    3. Hypothese Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falisfizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  21. Von Erfahrung zur Theorie und umgekehrt
  22. Top-down vs bottom-up Bewegen
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Paraphrasieren

Kurzbeschreibung

Die Paraphrase ist die inhaltlich getreue Wiedergabe eines Textes mit eigenen Worten, in der Regel ohne diesen zu kürzen.

Funktionsweise und Leistung

Die Paraphrase ist eine Form der Übersetzung innerhalb derselben Sprache. Damit man den Wortlaut eines Textes in die eigene oder eine andere stilistisch gewünschte Sprache übertragen kann, muss man ihn inhaltlich verstanden haben. Das Paraphrasieren kann daher dem Zweck dienen, eigene Verständnisschwierigkeiten aufzudecken, denn wenn man beim Übertragen stecken bleibt, deutet dies eine Verständnisschwierigkeit an. Ebenfalls hilfreich ist das Paraphrasieren bei der Zusammenarbeit verschiedener Personen, da damit eruiert werden kann, ob alle dasselbe verstehen.

Vorgehen

Das Paraphrasieren erfordert ein „close reading“, da man den Text ja nicht zusammenfasst. Man kann daher im Grunde Satz für Satz oder abschnittweise vorgehen. Jedoch empfiehlt es sich den Text als Ganzes schon einmal gelesen zu haben, denn das Verstehen des einzelnen Satzes ergibt sich aus dem wechselseitigen Verständnis des Textganzen.

Konkretes Beispiel

Bei der Lektüre anspruchsvoller theoretischer oder historisch weit zurückliegender Texte kann das Paraphrasieren Aufschluss darüber geben, inwieweit man diese Texte tatsächlich versteht oder nur oberflächlich zu verstehen meint.

Prominente TheoretikerInnen

Probleme

Verknüpft mit

  • Zusammenfassen
  • Interpretieren
  • hermeneutisches Verstehen

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Wissenschaftliches Erkennen
    1. Recherchieren
    2. Frage Stellen
    3. Hypothese Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falisfizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  21. Von Erfahrung zur Theorie und umgekehrt
  22. Top-down vs bottom-up Bewegen
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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Zusammenfassen

Kurzbeschreibung

Eine Zusammenfassung gibt den sachlichen Gehalt eines längeren Textes oder Prozesses in verdichteter und gekürzter Form wieder.

Funktionsweise und Leistung

Wenn man einen längeren Text oder Prozess zusammen fasst, ist man gezwungen Relevantes auszuwählen, Unterschiedliches zu verallgemeinern, etwas mit eigenen Worten zu paraphrasieren und Ausführliches zu verdichten. Zusammenfassungen können daher dazu dienen, jemandem einen Überblick in die Materie zu verschaffen. Eine unterschätzte Leistung von Zusammenfassungen besteht jedoch darin, dass sie einen dazu zwingen, sich ein vertieftes Verständnis eines Zusammenhangs anzueignen, da sie eine Interpretation darstellen. Ausserdem erfordern Zusammenfassungen eine Ordnungsleistung.

Vorgehen

Am Beispiel eines längeren Textes:

In einem ersten Schritt empfiehlt es sich, das Relevante auszuwählen, indem man wichtige Stellen mit farblichen Markierungen kodiert.

Als kann man eine inhaltliche Gliederung in grössere inhaltliche Einheiten vornehmen. In der Regel kann man sich dabei an die bestehenden Gliederungen eines Textes (Kapitel, Absätze etc.) halten. Möglicherweise ergeben sich jedoch leichte Verschiebungen oder Weglassungen.

Je nach Umfang der Gliederungseinheiten bietet es sich dann an, für jede Einheit einen aussagekräftigen Titel zu setzen.

Dann fasst man den Inhalt der einzelnen Gliederungseinheiten nacheinander zusammen. In der Regel wählt man dafür eigene Worte, Stellenweise können jedoch Zitate durchaus angebracht sein. Ob man die Zwischentitel beibehält oder in den Fliesstext integriert, ist Ermessenssache.

Zu guter Letzt liest man den Text als Ganzes durch und überprüft ihn auf inhaltliche Brüche und Lücken, sowie auf angemessene Wiedergabe des Originaltextes. Wo nötig, bessert man nach.

Konkretes Beispiel

  • Zusammenfassungen
  • Sitzungsprotokolle

Prominente TheoretikerInnen

Probleme

Verknüpft mit

  • relevantes Auswählen
  • Paraphrasieren
  • hermeneutisches Verstehen

 

Übersicht über die Techniken

Vom Einfachen zum Komplexen

  1. Freies Assoziieren (Brainstorming)
  2. Mind Map
  3. Relevantes Auswählen
  4. Unterscheiden und Sortieren
  5. Relevantes Auswählen
  6. Definieren
  7. Grafisch Visualisieren
  8. Gestalt Finden
  9. Perspektive bzw. Standort Wechseln
  10. Objektivieren
  11. Zusammenfassen
  12. Paraphrasieren
  13. Beispiel Geben
  14. Metapher Bilden
  15. Narrativ Entwickeln
  16. Implizites explizit Machen
  17. Dogmen und Prämissen hinterfragen
  18. Ordnung Herstellen
  19. Logisches Schliessen und Beweisen
  20. Wissenschaftliches Erkennen
    1. Recherchieren
    2. Frage Stellen
    3. Hypothese Aufstellen
    4. Methode Auswählen
    5. Überprüfen (Verifizieren/Falisfizieren)
    6. Gedankenexperiment Anstellen
  21. Von Erfahrung zur Theorie und umgekehrt
  22. Top-down vs bottom-up Bewegen
  23. Hermeneutisches Verstehen

 

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